
Die als internationale Kooperation vom Töpfereimuseum Raeren (Belgien) übernommene Ausstellung widmet sich dem Rheinischen Steinzeug. Dieser Begriff umfasst heute Gefäße aus dem qualitativen, hochgebrannten Ton des Rhein- und Maasgebiets, mit den Produktionsorten Köln, Frechen, Siegburg, Raeren sowie dem Westerwald. Im 15. bis 18. Jahrhundert nannte man sie „Keulse potten“, also „Kölnische Töpfe“. Als Gebrauchskeramik waren sie weit verbreitet und in vielen Haushalten zu finden. Genutzt wurden diese Gefäße zum Trinken, Ausschenken und vor allem zum Bevorraten und Transportieren von Getränken und Lebensmitteln. Die Bandbreite reicht dabei von einfach geformten Krügen bis zu bilderreichen Schauobjekten mit kunstvollen gemodelten Auflagen.
Der Blick auf die zeitgleich entstandene Malerei verdeutlicht den hohen Stellenwert des Rheinischen Steinzeugs in Renaissance und Barock. Pieter Bruegel, Pieter Aertsen, Judith Leyster und andere bekannte niederländische Maler*innen vermitteln in ihren Werken ein lebendiges Bild des damaligen Lebens. Obwohl je nach Auftraggeber*in und Verwendungszweck unterschiedlich, findet sich in den Gemälden ein wiederkehrendes Motiv: Gefäße aus Rheinischem Steinzeug. Steinzeugproduktion und Malerei durchliefen zu dieser Zeit eine ähnliche Entwicklung und zeigen daher ähnliche Bildthemen. Die politischen, religiösen und gesellschaftlichen Umbrüche beeinflussten Kunst und Handwerk ebenso wie der technologische Fortschritt und nicht zuletzt die Globalisierung des Handels. Das erstarkende Bürgertum prägte als neue potentielle Auftraggeber- und Käuferschicht den Markt für Kunst und Luxusgüter mit.
Abbildungen von Rheinischem Steinzeug konnten die Kolleg*innen aus Raeren bisher auf mehr als 600 Gemälden von über 160 verschiedenen Maler*innen in öffentlichen wie privaten Sammlungen weltweit finden. Die Ausstellung zeigt exemplarisch 72 dieser Gemälde als Reproduktionen in Originalgröße. Diesen gegenübergestellt werden vergleichbare Steinzeuggefäße aus der Raerener Sammlung sowie aus dem Museum August Kestner. Einige der Objekte aus hannoverschem Bestand können dadurch zum ersten Mal überhaupt öffentlich präsentiert werden.
INFOS
MUSEUM: Museum August Kestner
JAHR: 2024
AUSSTELLUNGSDESIGN: Hunger & Koch
PRODUKT: Ausstellungsgrafik, Plakat, Flyer, Hausbanner
SERVICE: Art direction
























Die als internationale Kooperation vom Töpfereimuseum Raeren (Belgien) übernommene Ausstellung widmet sich dem Rheinischen Steinzeug. Dieser Begriff umfasst heute Gefäße aus dem qualitativen, hochgebrannten Ton des Rhein- und Maasgebiets, mit den Produktionsorten Köln, Frechen, Siegburg, Raeren sowie dem Westerwald. Im 15. bis 18. Jahrhundert nannte man sie „Keulse potten“, also „Kölnische Töpfe“. Als Gebrauchskeramik waren sie weit verbreitet und in vielen Haushalten zu finden. Genutzt wurden diese Gefäße zum Trinken, Ausschenken und vor allem zum Bevorraten und Transportieren von Getränken und Lebensmitteln. Die Bandbreite reicht dabei von einfach geformten Krügen bis zu bilderreichen Schauobjekten mit kunstvollen gemodelten Auflagen.
Der Blick auf die zeitgleich entstandene Malerei verdeutlicht den hohen Stellenwert des Rheinischen Steinzeugs in Renaissance und Barock. Pieter Bruegel, Pieter Aertsen, Judith Leyster und andere bekannte niederländische Maler*innen vermitteln in ihren Werken ein lebendiges Bild des damaligen Lebens. Obwohl je nach Auftraggeber*in und Verwendungszweck unterschiedlich, findet sich in den Gemälden ein wiederkehrendes Motiv: Gefäße aus Rheinischem Steinzeug. Steinzeugproduktion und Malerei durchliefen zu dieser Zeit eine ähnliche Entwicklung und zeigen daher ähnliche Bildthemen. Die politischen, religiösen und gesellschaftlichen Umbrüche beeinflussten Kunst und Handwerk ebenso wie der technologische Fortschritt und nicht zuletzt die Globalisierung des Handels. Das erstarkende Bürgertum prägte als neue potentielle Auftraggeber- und Käuferschicht den Markt für Kunst und Luxusgüter mit.
Abbildungen von Rheinischem Steinzeug konnten die Kolleg*innen aus Raeren bisher auf mehr als 600 Gemälden von über 160 verschiedenen Maler*innen in öffentlichen wie privaten Sammlungen weltweit finden. Die Ausstellung zeigt exemplarisch 72 dieser Gemälde als Reproduktionen in Originalgröße. Diesen gegenübergestellt werden vergleichbare Steinzeuggefäße aus der Raerener Sammlung sowie aus dem Museum August Kestner. Einige der Objekte aus hannoverschem Bestand können dadurch zum ersten Mal überhaupt öffentlich präsentiert werden.
INFOS
MUSEUM: Museum August Kestner
JAHR: 2024
AUSSTELLUNGSDESIGN: Hunger & Koch
PRODUKT: Ausstellungsgrafik, Plakat, Flyer, Hausbanner
SERVICE: Art direction






















Büro
Bureau Sebastian Moock
Lister Meile 26
30161 Hannover
Öffnungszeiten
Dienstag – Freitag
09:00 – 18:00 Uhr
✕ Samstag, Sonntag, Montag
© 2026, Bureau Sebastian Moock + Impressum + Datenschutz + AGB + Presse-Material
| Cookie | Dauer | Beschreibung |
|---|---|---|
| cookielawinfo-checbox-analytics | 11 months | This cookie is set by GDPR Cookie Consent plugin. The cookie is used to store the user consent for the cookies in the category "Analytics". |
| cookielawinfo-checbox-functional | 11 months | The cookie is set by GDPR cookie consent to record the user consent for the cookies in the category "Functional". |
| cookielawinfo-checbox-others | 11 months | This cookie is set by GDPR Cookie Consent plugin. The cookie is used to store the user consent for the cookies in the category "Other. |
| cookielawinfo-checkbox-necessary | 11 months | This cookie is set by GDPR Cookie Consent plugin. The cookies is used to store the user consent for the cookies in the category "Necessary". |
| cookielawinfo-checkbox-performance | 11 months | This cookie is set by GDPR Cookie Consent plugin. The cookie is used to store the user consent for the cookies in the category "Performance". |
| viewed_cookie_policy | 11 months | The cookie is set by the GDPR Cookie Consent plugin and is used to store whether or not user has consented to the use of cookies. It does not store any personal data. |